Sekundarschulen in ganz Kroatien berichten über vielversprechende Ergebnisse der Programme Lions Quest: Skills for Action und Service-Learning, die über einen Zeitraum von zwei Jahren implementiert und evaluiert wurden. Unterstützt wurde das Vorhaben vom Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), der Lions Clubs International Foundation (LCIF) sowie der Agentur für Bildung und Lehrerfortbildung (AZOO).
Diese Initiative zielt darauf ab, sozial-emotionale Kompetenzen, bürgerschaftliches Verantwortungsbewusstsein und Lebenskompetenzen zu stärken – zentrale Bestandteile sowohl des LCIF-Programms als auch der UNODC-Jugendpräventionsarbeit.
Positiver Einfluss auf Schüler und Schulgemeinschaften
Die Lions Quest-Programme wurden in den Schuljahren 2023/24 und 2024/25 in den offiziellen Präventionscurricula der Schulen verankert und von ausgebildeten Sozialpädagoginnen und -pädagogen umgesetzt. Die Schüler nahmen an erfahrungsbasierten Aktivitäten teil, darunter Hilfsdienst-Lern-Projekte, die sie befähigten, Probleme in ihren Gemeinschaften zu erkennen und zu lösen.
Ich war während des Programms stolz. Stolz auf die Schülerinnen und Schüler, stolz auf die Ergebnisse und stolz auf die sichtbare Veränderung in den Beziehungen aller Beteiligten.
Eine unabhängige Evaluation, die im Juni 2025 vorgestellt wurde, zeigte statistisch signifikante Verbesserungen der sozial-emotionalen Kompetenzen bei den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern. Im Gegensatz dazu zeigten die Schüler der Kontrollgruppe keine vergleichbaren Fortschritte, einige verzeichneten sogar einen Rückgang des Selbstvertrauens. Auch die Dynamik im Klassenzimmer, der Zusammenhalt unter den Schülern und die Lehrer-Schüler-Beziehungen verbesserten sich deutlich.

„Der größte und wertvollste Nutzen, den ich hervorheben möchte, ist die gestärkte Freundschaft zwischen den Schülern im Klassenzimmer. In mehreren Schulen hat das Projekt eine Kettenreaktion der Begeisterung und des Engagements bei Lehrkräften und Schülern ausgelöst“, berichtete eine Fachkraft.
Eine andere Fachkraft äußerte: „Die Teilnahme an diesem Programm hat mir wieder in Erinnerung gerufen, warum ich meine Schülerinnen und Schüler so gerne habe.“
Die positiven Effekte des Projekts gehen über die Schüler hinaus. Viele der Fachkräfte berichteten auch von persönlichem beruflichem Wachstum, verbesserter Zusammenarbeit im Kollegium sowie stärkeren Verbindungen zwischen Schule und lokaler Gemeinschaft.

Ausbau zur Sicherung der Nachhaltigkeit und regionalen Wirkung
Zur Vorbereitung einer landesweiten Ausweitung des Programms absolvierten 12 zukünftige Trainer eine Training-of-Trainers-Schulung (ToT), die von erfahrenen Fachkräften aus Südosteuropa durchgeführt wurde. Die Teilnehmenden erwarben dabei praktische Kompetenzen zur Durchführung interaktiver, resilienzorientierter Bildungsmaßnahmen für Lebenskompetenzen.
Parallel dazu wird derzeit ein aktualisiertes Handbuch für Fachkräfte in kroatischer Sprache finalisiert – inklusive Arbeitsblättern, Lehrmaterialien und digitalen Werkzeugen. Die Veröffentlichung ist für Juli 2025 geplant und soll neuen Lehrkräften Unterstützung bieten sowie eine konsistente Programmdurchführung sicherstellen.

Die kroatische Erfahrung dient als Modell für die Integration von Lebenskompetenzen in Bildungssysteme durch evidenzbasierte und kooperative Ansätze. Mit den starken Ergebnissen der Evaluation und breiter Unterstützung durch Schulen ist die Initiative nun für eine regionale Ausweitung positioniert – im Einklang mit dem Ziel des UNODC, sicherere, gesündere und inklusivere Gemeinschaften in Südosteuropa zu schaffen.
Eine Fachkraft brachte es zum Abschluss auf den Punkt: „Ich war während des Programms stolz. Stolz auf die Schülerinnen und Schüler, stolz auf die Ergebnisse und stolz auf die sichtbare Veränderung in den Beziehungen aller Beteiligten.“
Erfahren Sie mehr über die Arbeit des UNODC im Bereich Bildung, Prävention und Jugendförderung in Südosteuropa.
Zana Glavendekic, Regionale Beraterin, Projektkoordinatorin, UNODC-Programm-Büro Belgrad