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SightFirst gibt Menschen in Burkina Faso eine neue Chance

Jamie Konigsfeld 09. September 2020

Seit über 30 Jahren ermöglicht das SightFirst-Programm von LCIF die Wiederherstellung und den Schutz der Sehfähigkeit und ist nun in 102 Ländern vertreten. Dieses außerordentliche Programm hilft unterversorgten Bevölkerungsgruppen durch die Entwicklung umfassender Systeme zur Augenbehandlung.

Seit über 30 Jahren ermöglicht das SightFirst-Programm von LCIF die Wiederherstellung und den Schutz der Sehfähigkeit.

Zu Projekten zählen u. a. die Schulung von augenärztlichen Fachkräften und Managementmitarbeitern, die Modernisierung der Infrastruktur bestehender Augenbehandlungssysteme, verbesserten Zugang zu Aufklärung und Rehabilitation blinder oder sehbehinderter Menschen und die Steigerung des öffentlichen Bewusstseins für die Bedeutung von Augengesundheit. Dank der Unterstützung von LCIF, Lions und ihren Partnern konzentriert sich SightFirst auf Herausforderungen im Bereich der Augenversorgung, von einfachen Fällen wie unkorrigierten Refraktionsfehlern bis hin zu komplexen Fällen, z. B. bakterielle Infektionen wie Trachom. Sie ermöglichen Lions, vermeidbarer Erblindung Einhalt zu gebieten.

Lions führen Veränderungen herbei
Rund 80 Prozent aller weltweiten Sehbehinderungen sind vermeidbar. Als Ritter der Blinden nehmen sich Lions diese Statistik zu Herzen und bemühen sich, weltweit das Leben von Menschen, die Gefahr laufen ihre Sehkraft zu verlieren, zu verbessern. In Burkina Faso bietet ein zweijähriges SightFirst-Projekt Zugang zu Augenbehandlungen in Gebieten, wo dies für die Einwohner unerschwinglich ist. Mithilfe eines LCIF SightFirst-Zuschusses in Höhe von 110.746 US-Dollar richten Lions und eine örtliche Organisation namens „One Dollar Glasses“ vier Kliniken ein, in denen Patienten ihre Augen kostenlos testen lassen können. Des Weiteren werden Brillen viel billiger zum Verkauf angeboten als auf örtlichen Märkten oder sogar Menschen, die sie sich nicht leisten können, kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Projekt begann im Jahr 2018 und sieht Sehtests für 124.000 Menschen sowie die Verteilung von 26.400 Brillen vor.

Lernen Sie einige Menschen kennen, deren Leben im ersten Jahr dieses Projekt verbessert wurde:

François
François konnte lediglich problemlos bis zu 25 cm weit sehen. Trotzdem machte sich der 65 Jahre alte Mann um vier Uhr morgens auf, um auf seinem Motorrad eine 45-Kilometer weite Reise zu machen. Diese war alles andere als leicht. Die Straße was steinig und in schlechtem Zustand. Unterwegs hatte er einige Probleme und folgte anderen Fahrern in engem Abstand, um sich zu orientieren. Er hoffte inständig, dass das Risiko der gefährlichen Fahrt sich auszahlen würde. Obwohl François dringend eine Augenbehandlung brauchte, war diese in seinem Dorf unerschwinglich. Eines Tages erwähnte François‘ Freund eine der neuen Kliniken, die Ortsansässigen half, die sich keine Augenbehandlung leisten konnten. François nahm die lange und beschwerliche Reise auf sich und kam bei der Klinik an, wo ein Optiker einen Sehtest durchführte und die korrekte Brillenstärke für ihn ermittelte. Die Brille kostete François nur 5.000 CFA -- etwa 10 US-Dollar. Sein Gesicht verzog sich zu einem Lächeln, als er sie aufsetzte. Er sagte zum Optiker, dass er nun alles deutlich sehen könne.

François machte sich mit seinem Motorrad wieder auf den Weg nach Hause. Dieses Mal musste er niemanden folgen.

Idrissa
Idrissa wacht jeden Morgen auf und macht sich auf den Weg in sein Bistro. Seine Spezialität sind Avocado-Brote, zubereitet mit Tomaten, Zwiebeln und Avocado auf frischen Baguettes. Viele Menschen in seiner Nachbarschaft beginnen ihren Tag mit diesem Frühstück. Sein Job macht Idrissa viel Spaß. Es gibt nur ein Problem – ein großes Problem. Idrissa sieht sehr schlecht. Sogar als Inhaber eines erfolgreichen Geschäfts kann sich der 30-Jährige keine Brille leisten.

Idrissa, ehemals in alle Aspekte seines Bistros involviert, kann die belegten Brote nicht mehr selbst per Motorrad liefern und muss die Lieferungen seinem Bruder überlassen. Er vermisst den Umgang mit seinen Kunden. Er vermisst es, nach neuen Möglichkeiten, sein Bistro-Geschäft zu erweitern, zu suchen.

Derweil erreichten Neuigkeiten über eine neue Klinik die Nachbarschaft von Idrissa. Sein Bruder hörte von der Klinik und erzählte Idrissa von der Gelegenheit, einen kostenlosen Sehtest und eine erschwingliche Brille zu erhalten. Idrissa sehnte sich danach, seinen täglichen Frustrationen ein Ende zu machen und machte sich auf den Weg zur Klinik, wo er die erste Augenuntersuchung seines Lebens erhielt. Anschließend setzte er die gekaufte Brille auf und sein Leben veränderte sich in nur einem Augenblick. Er begann, wieder Sandwiches zu liefern, besuchte seine Kunden, gewann neue Kunden und erweiterte sein Geschäft. Er lächelt, wenn Kunden zur Tür hereinkommen.

Im Alter von 30 Jahren fühlt sich Idrissa wie ein neuer Mensch und möchte, dass andere dasselbe erleben. An einer Wand in seinem Bistro hängt ein Plakat mit Werbung für die Klinik, damit andere Menschen mit Sehschwächen ebenfalls neue eine Chance auf ein neues Leben erhalten.

Constan
Vor vier Jahren erblindete Constan vollständig erblindet. Er litt an Glaukom, einer Augenkrankheit, die oft bis im fortgeschrittenen Stadium keine Symptome zeigt. Nach bedauerlicher falscher Handhabung seines Zustands wurde er unwiderruflich blind. 2019, im Alter von 29 Jahren, hatte Constan keine Arbeit und konnte sich nicht selbst versorgen. Doch dann richtete SightFirst eine nahegelegene Augenklinik ein. Die Klinik brauchte jemanden, der Brillen herstellen konnte und Constan war für diese Rolle geeignet. Constan wurde ausgebildet und arbeitet jetzt als Hersteller, verdient ein Gehalt und fertigt Brillen an, die das Leben tausender Menschen verbessern werden.

Dank des SightFirst-Programms von LCIF, dank örtlicher Lions und der „One Dollar Glasses“-Organisation können weniger begünstigte Menschen wie François, Idrissa und Constan ihre Unabhängigkeit wiedererlangen.

LCIF ist der für die Zuschussgewährung zuständige Zweig der Organisation und ermöglicht es Lions, vor Ort und weltweit mehr Gutes zu tun. Der Großteil der finanziellen Mittel, die LCIF erhält, stammt von Lionsmitgliedern. Hundert Prozent jeder Spende unterstützen die Hilfeleistungen von Lions durch LCIF-Zuschüsse und -Programme.

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Sehkraft ist nur eines der Anliegen, die von LCIF und der Campaign 100:LCIF Empowering Service unterstützt werden. Mit der finanziellen Unterstützung der Lions und Clubs weltweit kann die Campaign 100 es Lions ermöglichen, ihre Hilfe im Bereich Sehkraft, Jugend, Katastrophenhilfe und humanitäre Initiativen zu erweitern, die globale Diabetes-Epidemie zu bekämpfen und wichtige Fortschritte in erweiterten Bereichen wie Kinderkrebs, Hunger und Umwelt zu erzielen.


Jamie Konigsfeld ist Marketing Content Specialist für die Lions Clubs International Foundation.