GeschichteIm Jahr 1971 erklärte der Vorstand von Lions Clubs International den 1. Juni zum „Helen-Keller-Tag“. An diesem Tag führen Lions weltweit neue Projekte zur Erhaltung der Sehkraft ein.
Helen Adams Keller, die am 27. Juni 1880 in Tuscumbia im US-Bundesstaat Alabama geboren wurde, erkrankte im Alter von 18 Monaten an Fieber. Infolge dieser Erkrankung war Keller blind und taubstumm.
Als Helen Keller sechs Jahre alt war, wurde die Lehrerin Anne Mansfield Sullivan von der Perkins-Blindenschule als Lehrerin für Helen eingestellt. Die 20-jährige Sullivan unterrichtete Keller in Gebärdensprache und Braille. Die Geschichte dieser Lehrerin und ihrer Schülerin wird in William Gibsons Theaterstück und Film „The Miracle Worker“ erzählt.
Mit 10 Jahren lernte Keller sprechen. Sarah Fuller von der Horace Mann School war ihre erste Sprachlehrerin.
1898 trat Helen der Cambridge School for Young Ladies bei. Im Herbst 1900 begann Keller ihre Ausbildung am Radcliffe College. 1904 schloss sie ihren Bachelor of Arts mit der Note „Cum laude“ ab.
Während dieser Jahre blieb Sullivan immer an der Seite ihrer Schülerin. Zum Verständnis von Lehrbüchern, Vorlesungen und Unterhaltungen bildete sie Buchstaben in Helens Hand.
1915 trat Keller dem ersten Vorstand des Permanent Relief War Fund bei, der später als American Braille Press bekannt wurde.
1924 rief die junge Frau den Helen Keller Endowment Fund ins Leben. Im selben Jahr trat Keller der American Foundation for the Blind als Beraterin für nationale und internationale Beziehungen bei.
Am 30. Juni 1925 hielt Helen Keller auf dem internationalen LCI-Kongress in Cedar Point im US-Bundesstaat Ohio eine Rede. Darin forderte sie Lions dazu auf, „Ritter der Blinden in diesem Kreuzzug gegen die Dunkelheit“ zu werden. (Klicken Sie hier, und lesen Sie ihre ganze Rede.) Sie sagte: „Ich bin Ihre Gelegenheit. Ich klopfe an Ihre Tür.“
1946 wurde Helen Keller zur Beraterin für internationale Beziehungen der American Foundation for Overseas Blind (eine Schwesterorganisation der American Foundation for the Blind). Sie reiste in 35 Länder.
Über Kellers Leben wurde ein Film gedreht. „Helen Keller in Her Story“ erhielt 1955 von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences den Oscar in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“.
1961 trat Keller in Washington D.C. zum letzten Mal öffentlich auf. Sie erhielt den Lions-Humanitätspreis für ihr Lebenswerk.
Keller starb am 1. Juni 1968 im Alter von 87 Jahren. Die 43 Jahre zuvor von ihr geäußerte Aufforderung an Lions inspirierte Lions Clubs International, Projekte zur Erhaltung der Sehkraft und für blinde Menschen als Haupt-Hilfsdienstinitiative anzunehmen.
1971 weihten die Lions von Alabama den Helen Keller Memorial Park ein. Er befindet sich auf dem Grundstück von Kellers Geburtsstätte „Ivy Green“. Den Mittelpunkt der Gedächtnisstätte bildet eine Büste von Keller mit einer Tafel, auf der eingraviert ist: „I am your opportunity“ („Ich bin Ihre Gelegenheit“).
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