Beschlusslage zum Frieden


TreppeVorgestellt bei den Vereinten Nationen,
New York, US-Bundesstaat New York

Montag, 14. März 1988

Wenn diese Seelenruhe durch militärische Konflikte erschüttert wird, wenn es Millionen Menschen am Nötigsten fehlt – an Nahrung, Wasser, Bekleidung und Obdach – wenn Teile der Bevölkerung von verheerenden Krankheiten oder Naturkatastrophen heimgesucht werden, wie kann unter solchen Umständen Frieden herrschen?

Wenn wir nach wahrem Frieden streben wollen, müssen wir die Menschenwürde aller Menschen unserer Weltgemeinschaft anerkennen.  Frieden kann nur erreicht werden, wenn wir Verständnis, Toleranz, Freundschaft und Hilfsbereitschaft üben und die Einsicht besitzen, dass alle Menschen trotz Unterschiede des ethnischen und kulturellen Erbes die gleiche Menschlichkeit verbindet.

Seit ihrer Gründung im Jahre 1917 hat die internationale Vereinigung der Lions-Clubs die fundamentale Wahrheit unseres Zeitalters anerkannt – dass individuelle, kommunale und nationale Interessen in der Isolierung vom Weltinteresse nicht wahrgenommen werden können. Das erste Ziel von Lions Clubs International, „den Geist gegenseitiger Verständigung unter den Völkern der Welt zu wecken und zu erhalten“, ist dem Hauptziel der Vereinten Nationen auffallend ähnlich.  Es war kein Zufall, dass Lions anlässlich der Gründungskonferenz der Vereinten Nationen im Jahre 1945 in San Francisco, Kalifornien, mit ihren Tätigkeiten eine führende Rolle übernahmen.

Heutzutage ist Lions Clubs International jedoch besorgt, dass politische Rhetorik, wie sie so häufig in den Plenarsälen, wie denen des Sicherheitsrates und der Gesetzgeber der Welt, geäußert wird, zu Aggressionen eskalieren kann, die jegliche Hoffnung auf Frieden für alle Menschen zunichte machen können. Die internationale Vereinigung der Lions-Clubs wendet sich deshalb an alle Regierungsvertreter und gesetzgebenden Instanzen mit dem dringlichen Appell, das Allgemeininteresse über Eigennutz zu stellen. Wir bestehen darauf, dass diese Vertreter mit größerer Dringlichkeit verhandeln, weil wir uns der Tatsache bewusst sind, dass beharrliches Engagement notwendig ist, um Aktionen zu vermeiden, die zu Gewalt führen und somit alle Hoffnung auf Frieden zerstören können.

Für sich betrachtet scheinen die Handlungen eines Einzelnen oder eines einzelnen Landes von nebensächlicher Bedeutung zu sein. Wenn jedoch unzählige Städte und Millionen Menschen das gleiche Ziel verfolgen, spiegelt die Summe des Geleisteten die Bedeutung der Bemühungen als Werkzeug für internationales Wohlwollen und weltweiten Frieden wider.

Fortschritt, echte Freiheit und wahren Frieden kann es nicht geben, solange wir uns ständig vor der Gefahr eines Krieges fürchten und in einer Welt voller Angst, Misstrauen, Neid und jahrhundertealter Feindseligkeit leben müssen. Das weitverzweigte Netzwerk von Lions Clubs International – 39.000 Lions-Clubs in 162 Ländern – ist ein sichtbarer Beweis, dass sich Menschen verschiedener Glaubensrichtungen und Kulturen gemeinsam für das Allgemeinwohl einsetzen können. Die von diesen Clubs in Zusammenarbeit durchgeführten Projekte zur Förderung internationaler Beziehungen geben beredtes Zeugnis, dass Frieden kein bloßer Traum, sondern eine lebendige und lebensnotwendige Realität ist.

Daher ergeht unser Appell an Regierungsvertreter und gesetzgebende Instanzen, ihr großes Potenzial als wirksame Instrumente zur Förderung weltweiten Friedens zu erkennen, den Bedürfnissen der Menschen in aller Welt Rechnung zu tragen, sich der gegenseitigen Abhängigkeit der Menschen innerhalb der Weltgemeinschaft bewusst zu sein und ihre Verpflichtung zu bekräftigen, gemeinsam das Ziel zu verfolgen, das uns allen am Herzen liegt – weltweiter Frieden.

© Lions Clubs International
300 W. 22nd Street, Oak Brook, IL 60523-8842

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