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  Tag des weißen Stocks    
       
 

Weltweite Veranstaltungen zum Tag des weißen Stocks

In vielen Ländern der Welt benutzen sehbehinderte Menschen einen weißen Stock, dessen Ende mit einem roten Streifen markiert ist.

Lions leisten Aufklärungsarbeit zur Bedeutung des weißen Stocks und den diesbezüglich geltenden gesetzlichen Bestimmungen. Für weltweite Veranstaltungen zu diesem Thema kann ein Tag oder auch eine Woche des weißen Stocks organisiert werden. Während dieses Zeitraums bemühen sich die Lions, der Öffentlichkeit die Wünsche, Hoffnungen und besonderen Fähigkeiten blinder und sehbehinderter Menschen näherzubringen.

Internationale Ereignisse
1970 wurde der 15. Oktober vom Vorsitzenden des Internationalen Blindenverbandes zum „Internationalen Tag des weißen Stocks“ erklärt.

Veranstaltungen in den USA

  • Der Präsident der Vereinigten Staaten ist durch einen Beschluss des US-Kongresses aus dem Jahr 1964 angehalten, den 15. Oktober alljährlich als „National White Cane Safety Day“ auszurufen. 
  • Die amerikanische National Federation of the Blind, einer der führenden Blindenverbände, hat darüber hinaus die dritte Maiwoche zur „White Cane Week“ – der Woche des weißen Stocks – erklärt.

Veranstaltungen in Kanada

Der kanadische Council of the Blind erklärte 1946 die erste Februarwoche zur „White Cane Week“. Alljährlich wird ein Thema gewählt, das die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf einen Aspekt der Blindheit oder Sehbehinderung lenken soll. Die Woche des weißen Stocks hat sich in Kanada zu einem nationalen Ereignis entwickelt, das mit einem Netzwerk von Sonderveranstaltungen und praktischer Aktionen im ganzen Land verbunden ist.

Hinweis:  Bei den vorab genannten Terminen handelt es sich lediglich um Vorschläge. Sie können auf der Grundlage des Veranstaltungskalenders Ihres Clubs und Ihrer Gemeinde selbst entscheiden, welcher Zeitpunkt am besten geeignet ist.

Lions-Aufklärungsprojekte zum weißen Stock

Lions-Clubs, die einen Beitrag zur Unterstützung von blinden, sehbehinderten oder taub-blinden Menschen leisten möchten, können

  • eine Veranstaltung organisieren, die Fähigkeiten und Talente von blinden, sehbehinderten und blind-tauben Menschen herausstellt. Dabei können spezielle Themen hervorgehoben werden, um so die öffentliche Aufmerksamkeit auf einzelne Facetten von Blindheit oder Sehbehinderung zu lenken,
  • die Bevölkerung über die für den weißen Stock geltenden Bestimmungen der Verkehrsordnung informieren,
  • sich für Ampeln mit Tonsignal und andere Sicherheitseinrichtungen für Blinde einsetzen.

Informationsquellen zum weißen Stock

Besuchen Sie das Ressourcenzentrum des Clubs.

  • Leitfaden für Club-Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit (PR710)
  • Vorlage für Pressemitteilungen
Weitere Informationsquellen und Materialien für Spendenaktionen können Sie hier anfordern.

Spendenaktionen

Zur Unterstützung Blinder und Sehbehinderter können Lions auch Spendenaktionen organisieren. Diese Veranstaltungen werden manchmal unter der Bezeichnung „Weißer Stock“-Spendenaktion durchgeführt. Das gesammelte Geld wird zur Unterstützung von Programmen und Leistungen für Betroffene oder auch für sehkrafterhaltende Maßnahmen eingesetzt. Als gemeinnützige Organisation arbeiten die Lions gern mit anderen zusammen, um die Situation in ihrer Gemeinde zu verbessern. Sie entscheiden, welches Projekt dazu am besten geeignet ist und zu welchem Zeitpunkt und mit welchen Mitteln Sie Probleme am effektivsten lösen können.

Informationen zur Überweisung der Spendenmittel erhalten Sie bei den zuständigen Geschäftsstellen der Distrikte und Gesamtdistrikte.

Die Geschichte des weißen Stocks

1921 erblindete der in Bristol ansässige englische Fototgraf James Biggs infolge eines Unfalls. Da das Verkehrsaufkommen seiner Wohngegend ihn beunruhigte, strich er seinen Gehstock weiß, um besser gesehen zu werden.

In den Vereinigten Staaten wird die Erfindung des weißen Stocks dem Lion George A. Bonham (Lions-Club von Peoria) zugeschrieben. Dieser beobachtete 1930 einen Blinden bei dem Versuch, die Straße zu überqueren. Der Mann benutzte einen schwarzen Stock, der für Autofahrer wegen des ebenfalls dunklen Straßenbelags kaum zu erkennen war. Der Lion hatte die Idee, den Gehstock weiß anzustreichen, sodass er besser sichtbar wurde. 1931 wurde das Projekt des Lions-Clubs von Peoria genehmigt. Von nun an wurden weiße Stöcke produziert und in Umlauf gebracht. Durch einen Erlass des Stadtrats von Peoria wurde Blinden, die den weißen Stock benutzten, beim Überqueren der Straße generell Vorfahrt gewährt. Bald erfuhren andere Lions-Clubs von der Idee des Clubs, und der weiße Stock wurde für Blinde wie Sehende gleichermaßen zum Erkennungszeichen und Garant für die sichere Fortbewegung Sehbehinderter im Straßenverkehr. 1931 startete Lions Clubs International ein Programm zur Förderung der Benutzung des weißen Stocks durch Blinde.

1931 war auch das Jahr, in dem Guilly d’Herbemont in Frankreich die Gefahren erkannte, die für Blinde mit dem Straßenverkehr verbunden sind, und eine landesweite „Bewegung zum Gebrauch des weißen Stocks“ für Blinde ins Leben rief. Sie stiftete 5.000 weiße Stöcke für Blinde in Paris.

Während der weiße Stock als das allgemein anerkannte „Erkennungszeichen für Blinde“ gilt, haben einige Länder für den „Blindenstock“ auch andere Regelungen eingeführt. Im Vereinigten Königreich gilt der weiße Stock beispielsweise als Erkennungszeichen für sehbehinderte Personen – mit zwei roten Streifen versehen, wird er dagegen zum Erkennungszeichen taub-blinder Verkehrsteilnehmer. In anderen Regionen ist der Blindenstock gelb.

In den Vereinigten Staaten variiert die bundesstaatliche Gesetzgebung. In jedem Landesteil können sich Benutzer des weißen Stocks jedoch darauf verlassen, beim Überqueren der Straße Vorfahrt zu haben.

 
 
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