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Braille
 
Geschichte
In Frankreich im Jahre 1812 erlitt ein dreijähriger Junge namens Louis Braille eine Verletzung am linken Auge.  Eine Infektion verbreitete sich auf das rechte Auge.  Bald erblindete der Junge vollkommen.  Im Alter von 10 Jahren wurde er von seinen Eltern zum Nationalen Blindeninstitut in Paris geschickt. Dort lernte er, große, geprägte Buchstaben zu lesen.  Wegen der Größe der geprägten Buchstaben waren die Bücher für blinde Menschen teuer.

Zur selben Zeit hatte Kapitän Charles Barbie gerade einen alphabetischen Code für militärische Kommunikation bei Dunkelheit eingeführt.   Dieses System enthielt eine Reihe erhabener Punkte.

Der inzwischen 15-jährige Braille kombinierte Elemente beider Systeme und erstellte sein eigenes auf Punkten basierendes Lesesystem.  Seine "Braille-Zellen" standen für 63 einzelne Buchstaben, Nummern und Symbole.   Jede Zelle enthielt zwei waagerechte und drei nach unten gerichtete Punkte. Diese geprägten Zellen waren genauso groß wie Druckbuchstaben.

Braille heute

Zwei Jahrhunderte später wird das Braille-System immer noch benutzt.  Seine vielen Formen enthalten:

  • American Literary Braille;
  • British Braille;
  • Computer-Braille;
  • Stufe-1-Braille;
  • Literarisches Braille (Stufe 2)
  • Musik-Braille;
  • Nemeth-Code-Braille.


Schrift-Braille

Eine Schiefertafel und Griffel waren die ersten Schreibinstrumente für Braille  Eine Schiefertafel ist ein kleines aufklappbares Gerät mit Löchern im oberen Teil und Einkerbungen auf dem unteren Teil. Ein Griffel ist wie ein Stift, der einzelne Punkte auf ein Stück Papier bringt.

Die nächste Erfindung für Braille-Kommunikation war ein Braille-Schreiber. Ähnlich wie eine Schreibmaschine hat ein Braille-Schreiber sechs Tasten und eine Leertaste.  Braille-Schreiber gravieren Braille-Zellen auf Papier.

Computer und Braille

Braille-Computersoftware war eine Erfindung der achtziger Jahre.  Zusätzliche Hilfsmittel sind Spracherkennersoftware, spezielle Computertastaturen und optische Scanner. Diese Geräte dienen der Eingabe, Ausgabe und Übersetzung von Dokumenten in und von Braille.  Im allgemeinen ergibt jede Seite normalen Drucks zwei oder drei Braille-Seiten.   Die neueren Braille-Programme können doppelseitige Braille-Seiten erstellen.

Überschreibungsdienste

Für Leute ohne Computer gibt es Braille-Überschreibungsdienste  Zertifizierte Überschreiber transformieren Dokumente von und in Braille.   Diese Dienste sind oft mit Blindenvereinigungen verbunden. Zusätzliche Überschreibungsdienste sind über das Internet erhältlich.

Technologie für Blinde

Viele neue Produkte sind heutzutage für Blinde erhältlich.  Einige dieser Produkte sind über spezialisierte Händler, andere über das Internet erhältlich.

  • Braille-Computertastenaufsatz - gravierte Braille-Buchstaben für Computertastaturen;
  • elektrische Bratpfanne mit Braille-Bedienung;
  • Vier-Alarm-Tablettendosen - erinnert Patienten an die Einnahme ihrer Medikamente;
  • Braille-Spiele und Spielzeug - Tierklötze für Kinder, Bingo, Spielkarten, Dame, Computerspiele, Schach, Würfel, Dominosteine, Monopoly (die britische Version), Scrabble und Tic-Tac-Toe;
  • Armbanduhren - mit aufklappbarem Zifferblatt für taktiles Lesen der Uhrzeit.

Sprechende Produkte, einschließlich:

  • Blutdruck-/Pulsschlagmesser;
  • Taschenrechner;
  • Computer-Balkencode-Scanner
  • Währungsscanner;
  • Herzschlagmonitoren;
  • Mikrowellengeräte;
  • Taschenkalender mit Terminkalender, Telefonbuch, Wecker, Taschenrechner,

und Notizblock;

  • Schrittmesser;
  • tragbare Kassettenrekorder für Audiobücher;
  • Waagen;
  • Maßbänder
  • Thermometer, die mit der letzten aufgenommenen Temperatur vergleichen;
  • Armbanduhren.

Lions und die Blinden

Lions-Clubs leisten viele Gemeindedienste für Blinde.  Diese Aktivitäten umfassen:

  • Sponsern von Blindenhunden;
  • Unterstützung von Blindenhundschulen;
  • Stipendien für blinde Studenten;
  • Unterstützung von praktischen Ausbildungsprogrammen;
  • Einrichtung von Selbsthilfegruppen für blinde und sehbehinderte Menschen;
  • Spenden von sprechenden Büchern, Braille-Büchern oder Großdruckbüchern an öffentliche Bibliotheken;
  • Unterstützung von Lions-Camps für blinde/sehbehinderte Menschen;
  • Unterstützung von Freizeitaktivitäten für blinde/sehbehinderte Menschen;
  • Geräte wie weiße Stöcke, Braille-Schreiber oder Computer;
  • Unterstützung von Augenforschung.

Für weitere Informationen wenden Sie sich an die Abteilung für Forschung und Entwicklung im internationalen Hauptsitz unter: executiveservices@lionsclubs.org


 

 
 
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