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Nicole Brown
LCIF Communications Manager
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Laut einer Studie haben US-Amerikaner große Informationslücken beim Thema „Sehkrafterhaltung“
Besonders große Defizite bestehen bei der hispanischen Bevölkerung
National Institutes of Health, 2. Januar 2007 — Lions Clubs International Foundation (LCIF) und das National Eye Institute (NEI), eine Gesundheitsbehörde der Regierung der Vereinigten Staaten, gaben heute die Ergebnisse einer nationalen Studie bekannt. Die Studie zeigte, dass ein Großteil der Erwachsenen ihre Sehkraft als sehr wertvoll ansieht und bestimmte schwere Augenerkrankungen kennt, die allgemein als „Sehbehinderung“ bezeichnet werden. Es bestehen jedoch große Informationslücken in Bezug darauf, wie und wann eine Früherkennungsuntersuchung wahrgenommen und eine Behandlung dieser Krankheiten erfolgen sollte.
71 Prozent der Umfrageteilnehmer berichteten, dass sie den Verlust ihrer Sehkraft auf einer Skala von 1 bis 10 mit 10 bewerten würden, wobei der Wert 10 für die größten Auswirkungen auf ihr tägliches Leben steht. Trotzdem wussten nur 8 Prozent, dass bei Glaukomen, einer Gruppe von Erkrankungen, die den Sehnerv des Auges schädigen und somit zu Sehkraftverlust und Erblindung führen können, frühzeitig keine Warnzeichen zu erkennen sind.
51 Prozent erklärten, dass sie von Augenerkrankungen gehört haben, die von Diabetes verursacht werden. Nur 11 Prozent wussten jedoch, dass sich diese Krankheiten nicht durch frühzeitige Warnzeichen ankündigen. Nur 16 Prozent hatten jemals den Begriff „Sehschwäche“ gehört, obwohl dies Millionen von Amerikanern betrifft. Eine „Sehschwäche“ ist ein Sehkraftverlust, der nicht durch herkömmliche Brillen, Kontaktlinsen, Medikamente oder Operationen korrigiert werden kann. Die Erledigung alltäglicher Aufgaben wird erschwert, und so können selbst das Lesen der Post, Einkaufen, Kochen, Fernsehen und Schreiben zum Problem werden.
Bei den hispanischen Umfrageteilnehmern war der geringste Zugang zu Informationen über Fragen der Augengesundheit zu verzeichnen, und sie wussten am wenigsten über die Sehkrafterhaltung. Unter allen ethnischen Gruppen, die an der Umfrage teilnahmen, war bei ihnen die Wahrnehmung einer Augenuntersuchung am unwahrscheinlichsten. 41 Prozent der Hispano-Amerikaner berichteten, dass sie im letzten Jahr nichts zu den Themen „Sehkrafterhaltung“ oder „Augenerkrankungen“ gelesen, gesehen oder gehört hätten. Im Vergleich dazu gaben dies nur 28 Prozent der Asiaten, 26 Prozent der Afro-Amerikaner und 16 Prozent der weißen Amerikaner an.
Diese Ergebnisse stammen aus einer Studie des Jahres 2005 zu Wissensstand, Einstellungen und Umgang der amerikanischen Bevölkerung mit bzw. zu augenmedizinischen Belangen und Augenerkrankungen, die auch als KAP-Studie (Knowledge, Attitudes and Practices) bezeichnet wird. An der von Oktober 2005 bis Januar 2006 durchgeführten nationalen Telefonumfrage nahmen über 3.000 zufällig ausgewählte Erwachsene teil. Die Ergebnisse der Studie unterstreichen die Dringlichkeit, mit der die Öffentlichkeit über häufige Augenerkrankungen wie das Glaukom, die diabetische Augenkrankheit und altersbedingte makuläre Degeneration aufgeklärt werden muss.
„Gute Sehkraft bildet die Grundlage einer guten Lebensqualität. Deshalb ist es für Erwachsene unabdinglich, über präzise Informationen zu verfügen, mit deren Hilfe sie fundierte Entscheidungen zur Augenfürsorge treffen können“, erklärte Dr. Paul A. Sieving, Direktor des NEI. „Die Ergebnisse der KAP-Umfrage helfen uns, Möglichkeiten zur Schließung der Informationslücken in Bezug auf Augenerkrankungen zu entwickeln und die bestehenden Defizite auszugleichen.“
Das NEI plant, anhand der Umfrageergebnisse Wege das öffentliche Bewusstsein für Augenerkrankungen und die Wichtigkeit von Früherkennung und Behandlung zu schärfen. Insbesondere möchte das NEI durch die Ausdehnung seiner Aufklärungsprogramme auch die hispanische Bevölkerung erreichen, für die ein größeres Risiko besteht, bestimmte Augenerkrankungen zu entwickeln.
Zusätzlich beabsichtigt das NEI, seine Bemühungen im Bereich der Schulung von Gesundheitsberatern zu verstärken. Diese sollen lernen, wie sie mit ihren Patienten über den Erhalt und Schutz ihrer Sehkraft sprechen können. „Die Umfrage zeigt uns, dass beinahe ein Viertel der Amerikaner noch nie etwas zu den Themen Augenfürsorge oder Augenerkrankungen gelesen, gesehen oder gehört hat, wobei jedoch über 90 Prozent bereits einmal bei einem Gesundheitsberater waren“, stellt Sieving fest. „Wir müssen diese Ärzte, Krankenschwestern und sonstiges medizinisches Fachpersonal mit den Materialien ausstatten, die sie zur Aufklärung ihrer Patienten in Bezug auf den Erhalt ihrer Sehkraft benötigen.“
LCIF entwickelte das Lions-Augengesundheitsprogramm (Lions Eye Health Program, LEHP), ein gemeindebasiertes Programm, in dessen Rahmen Lions-Clubs, andere kommunale Organisationen und Einzelpersonen Gesundheitsaufklärung zu den Ursachen vermeidbaren Sehkraftverlusts betreiben. Ziel des LEHP ist es, Gemeinden dabei zu unterstützen, Sehkraft durch Früherkennung und rechtzeitige Behandlungen von Glaukom- und diabetischen Augenerkrankungen zu erhalten, Risikopersonen zu Untersuchungen mit Pupillenerweiterung zu ermutigen und Menschen mit Sehschwäche und ihre Betreuer über die Krankheit aufzuklären.
„Lions stehen seit langem an vorderster Front, wenn es um blinde und sehbehinderte Menschen geht. Indem wir die Öffentlichkeit besser über die Notwendigkeit regelmäßiger Augenuntersuchungen und rechtzeitiger Behandlung von Augenerkrankungen aufklären, können wir der vermeidbaren Erblindung Einhalt gebieten“, so Jimmy Ross, Vorsitzender von LCIF.
Weitere Informationen zur KAP-Studie finden Sie unter: http://www.nei.nih.gov/nehep/kap.
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Lions Clubs International Foundation unterstützt sehr umfangreiche Projekte, die Lions-Distrikte aus ihren eigenen Mitteln nicht finanzieren könnten. LCIF ist der karitative Arm von Lions Clubs International, der mit 1,3 Millionen Mitgliedern in 201 Ländern und Regionen weltweit größten Organisation für gemeinnützige Zwecke. Die Stiftung unterstützt Lions dabei, einen noch größeren Beitrag zum Wohl ihrer Gemeinden und der ganzen Welt zu leisten. In einer Studie der Financial Times zum Thema NGOs rangierte LCIF erst kürzlich auf Platz 1. Durch das SightFirst-Programm konnte LCIF die augenmedizinische Versorgung für Hunderte Millionen von Menschen maßgeblich verbessern. Es wurden Sehkraft erhaltende Medikamente zur Verfügung gestellt, Augenkliniken errichtet und augenmedizinisches Fachpersonal ausgebildet. Weitere Informationen finden Sie unter www.lcif.org.
Das National Eye Institute (NEI) gehört zu den National Institutes of Health (NIH), den Gesundheitsbehörden der Vereinigten Staaten, und spielt eine führende Rolle im Bereich der Augenforschung. Das Institut entwickelt Sehkraft erhaltende Behandlungsmethoden und ist maßgeblich an der Verringerung der Anzahl von Erblindungen und Sehbehinderungen beteiligt. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.nei.nih.gov.
Das National Institutes of Health (NIH) umfasst 27 Institute und Zentren an, die dem Gesundheitsministerium der Vereinigten Staaten angegliedert sind. Es handelt sich dabei um die wichtigste medizinische Forschungseinrichtung der Vereinigten Staaten zur Durchführung und Förderung von Grundlagenforschung und klinischen Forschungsprojekten sowie Translational Research. Das NIH untersucht die Ursachen, Behandlungsmethoden und Heilmittel sowohl häufig auftretender als auch seltener Krankheiten. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.nih.gov.
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