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LCIF vergibt jährlich mindestens 500 Zuschüsse. Viele davon sind Standardzuschüsse (Matching Grants), mit deren Hilfe Lions humanitäre Projekte in ihren eigenen oder anderen Gemeinden unterstützen können. Zu den typischen Projekten gehören die Einrichtung von Kinderhospizen, Pflegeheimen für ältere Menschen und Berufsausbildungsprogramme für Menschen mit Behinderungen.

Zusätzlich unterstützt LCIF viele langfristige Großprojekte. Die Großprojekte von LCIF werden nachfolgend aufgeführt.

Vorschulsehtest für Kinder
Durch das LCIF-Sehtestprogramm für Kinder können Lions zur Bekämpfung der Amblyopie (Schwachsichtigkeit) Massenuntersuchungen bei Kindern durchführen. Im Rahmen der 17 Programme in den Vereinigten Staaten und im Gesamtdistrikt 300 (Taiwan) wurden mehr als 4 Millionen Kinder untersucht. Von den untersuchten Kindern wurden 125.600 zur Weiterbehandlung an Ärzte überwiesen, 21.200 erhielten eine Brille, und 21.700 wurden aufgrund unterschiedlicher Befunde an den Augen behandelt. Die Untersuchungsprogramme wurden durch Core 4-Zuschüsse in Höhe von 2,8 Millionen US-Dollar finanziert.

Vorbeugung und Behandlung von Diabetes
Seit 1982 hat LCIF der American Diabetes Association (ADA) fast 5 Millionen US-Dollar für die Erforschung der diabetischen Retinopathie zur Verfügung gestellt. Diese Mittel haben zu einem besseren Verständnis der Krankheit geführt und die Basis für wirksamere Behandlungsmethoden gelegt. Es gibt weltweit keine nicht staatliche Organisation, die mehr finanzielle Unterstützung auf diesem Gebiet leistet. Außerdem wurden durch LCIF 12 Zuschüsse an Diabetesprojekte in Höhe von insgesamt 1,1 Millionen US-Dollar vergeben. Diese Zuschüsse haben dabei geholfen, Jugendlichen und Erwachsenen mit Diabetes den Umgang mit der Krankheit zu erleichtern. Zudem wurden groß angelegte Untersuchungs- und Behandlungsprogramme sowie Aufklärungskampagnen zum Thema Diabetes gefördert.

Partnerschaft mit Habitat for Humanity International
Im Jahr 1999 begann LCIF mit Habitat zusammenzuarbeiten und stellte in einem Zeitraum von drei Jahren jährlich 3 Millionen US-Dollar für den Bau von Häusern für Menschen mit Behinderungen zur Verfügung. Im Jahr 2001 unterstützte LCIF die Partnerschaft mit weiteren 3 Millionen US-Dollar. Bis heute wurden fast 1.000 Häuser gebaut oder genehmigt, und viele weitere befinden sich in Planung.

Hilfsaktionen für die Opfer des Hurrikans Katrina
LCIF koordinierte Gelder in Höhe von 5,1 Millionen US-Dollar für dieses Katastrophenhilfsprogramm, einschließlich Stiftungsmittel und Spenden von Lions. LCIF genehmigte 15 Notfallzuschüsse für Lions in den betroffenen Gebieten in Höhe von 150.000 US-Dollar, um die Opfer der Naturkatastrophe mit Lebensmittel-, Trinkwasser- und Medikamentengutscheinen zu versorgen. Zu den neueren Projekten gehören die Ausstattung einer kostenlosen Klinik und einer Augenklinik für die Evakuierten mit medizinischen Geräten sowie die Anschaffung eines Kleintransporters und zweier Duschwagen für eine Organisation, die die Freiwilligenarbeit bei groß angelegten, langfristigen Wiederaufbauprojekten koordiniert.

Lions-Projekt „Kostengünstige Hörgeräte“ (AHAP)
Als Reaktion auf das globale Problem der Hörbehinderung stellen Lions kostengünstige Qualitätshörgeräte für Menschen zur Verfügung, die sich diese normalerweise nicht leisten können. Das Lions-Projekt „Kostengünstige Hörgeräte“ ist ein Pilotprogramm für Menschen mit geringem Einkommen in den Vereinigten Staaten. Die Verteilung der Hörgeräte erfolgt in Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Lions und Hörgerätespezialisten. Das Hörgerät wird von Lions-Clubs, Distrikten oder Hörschwächeprogrammen bei LCIF bestellt. Anschließend wird es an Hörgerätspezialisten geliefert, die mit diesen Lions-Gruppen zusammenarbeiten.

Lions- Augengesundheitsprogramm (LEHP)
Bei LEHP (Lions Eye Health Program) handelt es sich um eine von SightFirst finanzierte Initiative für die entwickelten Industrienationen. LEHP ist eine lokal ausgerichtete Aufklärungskampagne, die die frühzeitige Erkennung und rechtzeitige Behandlung von Glaukomen und diabetischen Augenkrankheiten sowie die angemessene Behandlung von Sehbehinderungen fördert. LEHP-Aktivitäten gibt es in den USA, in Japan, Großbritannien und Irland, Kanada, Australien und der Türkei. In den USA ist LEHP inzwischen umgestaltet und verbessert worden. Zu den Neuerungen zählen ein neues CD-ROM-Format, ein neues Logo und Design, eine neue LEHP-Website und die Erstellung neuer Dokumentationsmaterialien. Zu den wichtigsten Verbesserungen zählt vielleicht, dass sich nunmehr nicht nur Lions-Clubs, sondern grundsätzlich alle Interessenten am Lions-Augengesundheitsprogramm beteiligen können. Dies ist ein wichtiger Beitrag, um die Thematik der Augenfürsorge stärker in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu rücken.

Lions-Quest
Lions-Quest ist ein auf Schulen ausgerichtetes Programm zur Vermittlung von Lebenskompetenzen an Kinder und Jugendliche vom Kindergarten bis zum Ende der schulischen Ausbildung. 1984 begannen Lions die Zusammenarbeit mit Quest International, um Jugendliche zu fördern. Im Jahr 2002 erwarb LCIF die Rechte an Lions-Quest, um die Reichweite des Programms zu vergrößern und mehr Unterstützung und Anerkennung für die Lions zu bieten, die das Programm in den Schulen und Gemeinden vor Ort umsetzen. Bis heute haben über 11 Millionen Kinder und Jugendliche an Lions-Quest-Lehrveranstaltungen teilgenommen. Das Programm besteht gegenwärtig in 24 Ländern. Es wurde von Regierungsbehörden und Bildungsvereinigungen als sehr gut bewertet.

Behandlung und Hilfeleistungen bei Sehschwäche
LCIF finanziert die Behandlungen und Hilfeleistungen für Menschen mit Sehschwäche (ein Sehfehler, der nicht durch Medikamente, Operationen oder konventionelle Augengläser korrigiert werden kann) und refraktiven Fehlern (Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus). LCIF finanziert auch die Verteilung von Brillen in Kliniken. Seitdem die Behandlung von Sehschwäche in das Core 4-Zuschussprogramm aufgenommen wurde, hat LCIF in diesem Bereich 13 Zuschüsse in Höhe von insgesamt 2,1 Millionen US-Dollar vergeben.

Projekt für den Kampf gegen Kinderblindheit
Die pädiatrischen Sehkraftzentren und Schulungen in 30 Ländern werden durch einen SightFirst-Zuschuss in Höhe von 3,75 Millionen US-Dollar finanziert. Das Programm wird in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation durchgeführt. Im Kampf gegen vermeidbare Kinderblindheit stellt es einen bedeutenden Meilenstein dar.

Bekämpfung von Flussblindheit/Bindehautentzündung
SightFirst hat seit der Begründung der Partnerschaft mit dem Carter Center im Jahr 1999 mehr als 88 Millionen Behandlungen von Flussblindheit in Afrika und Lateinamerika finanziert. Ziel der Unterstützung des Carter Centers ist auch die Bekämpfung von Bindehautentzündungen, der weltweit häufigsten Ursache für vermeidbare Erblindung. SightFirst bekämpft Bindehautentzündungen bei 2 Millionen Menschen in drei Ländern. Die Behandlung von Flussblindheit hat das Leben von Menschen und Gemeinden in 12 Ländern in Afrika und Lateinamerika verändert. Flussblindheit ist eine Folge von Infektionen, die durch Stiche der Kriebelmücke verursacht werden, die sich in der Nähe von langsam fließenden Flüssen vermehrt (daher der Name der Krankheit). Dorfbewohner haben fruchtbares Land in der Nähe von Flüssen verlassen müssen, um nicht mehr gestochen zu werden. Die Behandlungen tragen nicht nur zur Verhütung der Erblindung bei, sondern ermöglichen außerdem den Menschen, auf das fruchtbare Land zurückzukehren und der lokalen Wirtschaft zum Aufschwung zu verhelfen. LCIF setzt sich mithilfe von Medikamenten, Operationen, Ausbildung von medizinischem Personal und Gesundheitsbildungsprogrammen für die Bekämpfung der Bindehautentzündung ein.

SightFirst
LCIFs primäre Mission ist es, Erblindungen und Einschränkungen der Sehkraft zu vermeiden oder zu heilen. Dies erfolgt über das SightFirst-Programm, das von Lions ursprünglich großzügig mit Geldern in Höhe von 143 Millionen US-Dollar ausgestattet wurde. Seit Beginn des Programms gewährte LCIF Zuschüsse in Höhe von 202 Millionen US-Dollar für sehkraftbezogene Projekte im Rahmen des SightFirst-Programms. SightFirst widmet sich dem Kampf gegen die häufigsten Ursachen von Blindheit: Katarakt, Flussblindheit, Bindehautentzündung und, vor allem in entwickelten Industrienationen wie den USA, diabetische Augenkrankheiten und Glaukome.

Dank SightFirst ist es gelungen, 7 Millionen Menschen durch Kataraktoperationen die Sehkraft wiederzugeben, den Verlust der Sehkraft bei 20 Millionen Menschen zu verhindern und die augenmedizinische Versorgung für Hunderte Millionen von Menschen maßgeblich zu verbessern. Zusätzlich wurden im Rahmen von SightFirst 80 Millionen Behandlungen von Flussblindheit unterstützt, 213 Augenkliniken errichtet oder erweitert, 325 augenmedizinische Einrichtungen mit modernen Geräten ausgestattet, dem Führungspersonal von 109 Augenkliniken Weiterbildungsmaßnahmen ermöglicht, und 305.000 Menschen erhielten eine augenmedizinische Fachausbildung. Bis heute wurden durch SightFirst Zuschüsse für 841 Projekte in 90 Ländern in Höhe von insgesamt 202,4 Millionen US-Dollar genehmigt.

SightFirst II-Kampagne
Die Kampagne CSF II (Campaign Sight First II) bietet Lions die Gelegenheit, die erstaunlichen Leistungen von SightFirst weiterzuführen. SightFirst II ist eine weltweite Spendenaktion, in deren Rahmen 1,3 Millionen Lions in mehr als 45.000 Clubs zusammenwirken, um Mittel in Höhe von 150 Millionen US-Dollar für das SightFirst-Programm einzubringen. CSF II erhielt im Juli 2004 die Zustimmung des Vorstands und wurde beim internationalen Kongress 2005 in Hongkong gestartet. Die Kampagne wird im Rahmen eines Dreijahresplans durchgeführt, wobei für 2006-2008 intensive Aktivitäten im Bereich der Spendensammlung auf lokaler Ebene geplant sind.

SightFirst China Action-Projekt
Im Zuge der im Jahr 2002 abgeschlossenen Phase I des LCIF-Projekts „SightFirst China Action (SFCA)“ wurden in China insgesamt 2,1 Millionen Kataraktoperationen durchgeführt und zudem Augen-OP-Zentren in 104 ländlichen Regionen eröffnet, in denen zuvor keine Einrichtungen dieser Art vorhanden waren. Auch die Phase II widmet sich in großem Umfang dem Kampf gegen Blindheit. Fördergelder der chinesischen Regierung in Höhe von 200 Millionen US-Dollar wurden durch eine SightFirst-Spende in Höhe von 15,5 Millionen US-Dollar aufgestockt. Das Ziel der Phase II besteht darin, mindestens 2,5 Millionen Kataraktoperationen durchzuführen und die Augenfürsorge durch die Einrichtung weiterer Augenzentren in den Krankenhäusern in 200 unterentwickelten Regionen und Provinzen sowie in Tibet weiter zu verbessern. Zur Gewährleistung einer nachhaltigen Betreuung der immensen ländlichen armen Bevölkerung werden in den westlichen und nördlichen Provinzen Chinas Schulungskurse für Sanitäter eingerichtet.

Special Olympics – Opening Eyes
Die Partnerschaft mit den Special Olympics bietet den Athleten bei bestimmten Special-Olympics-Spielen die Möglichkeit, einen kostenlosen Sehtest durchführen zu lassen und bei Bedarf vor Ort kostenlose Brillen und Schwimmbrillen zu erhalten. Außerdem wird untersucht, ob die Athleten unter Glaukom oder anderen Augenkrankheiten leiden. Bis heute wurde der kostenlose Sehtest von über 100.000 Teilnehmern der Special Olympics wahrgenommen. Aufgrund der durch die Tests gewährleisteten frühzeitigen Erkennung der ursächlichen Krankheiten konnte das Sehvermögen chronisch unterversorgter Bevölkerungsschichten verbessert und der Erblindung in vielen Fällen vorgebeugt werden.

Tsunami-Hilfe
LCIF mobilisierte fast 15 Millionen US-Dollar für die Tsunami-Hilfe. Die Gelder ermöglichten Lions in Indonesien, Indien, Sri Lanka und Thailand den Wiederaufbau von 3.400 Häusern, Schulen und Fürsorgeeinrichtungen für Waisenkinder. Lions spendeten für die Tsunami-Hilfe 12 Million US-Dollar an LCIF. LCIF gewährte Zuschüsse in Höhe von 470.000 US-Dollar und stellte weitere 2,5 Millionen US-Dollar aus seinen Reserven zur Verfügung. Unmittelbar nach dem Tsunami waren Lions zur Stelle und leisteten den Überlebenden Soforthilfe. Lions versorgten Hunderttausende von Menschen mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten. Außerdem begannen Lions umgehend zusammen mit den Regierungsbehörden, den langfristigen Wiederaufbau zu planen.

 

 
 
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