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Nicole Brown
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In Kolumbien gibt es als erstem Land keine Neuansteckungen mit der Tropenkrankheit Onchozerkose mehr; Bekämpfung der Krankheit auch in Guatemala und Ecuador sehr erfolgreich
Quito, Ecuador, 15. November 2007 – Bei der 17. Onchozerkose-Konferenz der amerikanischen Staaten (Inter-American Conference on Onchocerciasis, IACO) in Quito, Ecuador, gaben Vertreter der Gesundheitsbehörden heute bekannt, dass seit geraumer Zeit in Kolumbien keine Neuansteckungen mit der Tropenkrankheit Onchozerkose (auch als „Flussblindheit“ bezeichnet) mehr zu verzeichnen sind. Damit konnte die Krankheit als Gefahr für die öffentliche Gesundheit zum ersten Mal auf landesweiter Ebene beseitigt werden.
Im Rahmen dieses Programms bietet Lions Clubs International Foundation Unterstützung bei der Verteilung von Medikamenten und informiert die Menschen in den Gemeinden über die Notwendigkeit einer ordnungsgemäßen Einnahme der Medikamente. LCIF ist eine Mitgliedsorganisation des Spendenprogramms und hat dieses Programm zum Kernstück der SightFirst-Kampagne erklärt.
„Kolumbiens erfolgreiche Bemühungen um die Ausrottung der Onchozerkose stellen eine große Errungenschaft für die öffentliche Gesundheit dar“, erklärte Jimmy Carter, der ehemalige US-Präsident und Gründer des Carter Centers. „Dieser enorme Fortschritt wäre ohne das engagierte medizinische Personal, die vielen freiwilligen Helfer in den Gemeinden sowie die außerordentlich wertvolle Partnerschaft zwischen Merck und dem Mectizan Donation Program nicht möglich gewesen. Aufgrund dieser Zusammenarbeit kann das Leben von Millionen von Menschen in Afrika sowie Nord- und Südamerika verbessert werden, und es können weitere Fortschritte auf dem Weg zur vollständigen Ausrottung dieser verheerenden Krankheit in diesem Teil der Welt erzielt werden.“
Vertreter der Gesundheitsbehörden haben zudem bekannt gegeben, dass auch in einigen örtlich begrenzten Gebieten Ecuadors und Guatemalas aufgrund der effektiven Behandlung mit Mectizan® (Ivermectin) keine Neuansteckungen von Onchozerkose mehr zu verzeichnen sind. Außerdem wurde bestätigt, dass in den amerikanischen Staaten, in denen die Krankheit zuvor endemisch war, in 9 von 13 Fällen keine durch Onchozerkose verursachte Augenkrankheit mehr verzeichnet wurde und die Erblindung in allen 13 Fällen aufgehalten werden konnte.
Onchozerkose ist weltweit eine der Hauptursachen der vermeidbaren Erblindung und wird durch den Stich der Kriebelmücke übertragen, der zu starkem Juckreiz, entstellenden Ekzemen, Augenläsionen und – im Laufe der Zeit – auch zur Erblindung führen kann. In 33 Ländern, vor allem im Afrika südlich der Sahara und in abgeschiedenen Gebieten Mittel- und Südamerikas und des Jemen, ist diese Krankheit hyperendemisch.
Bekanntmachung gibt anderen Ländern Anlass zur Hoffnung
„Erstmalig in der Geschichte können wir bestätigen, dass auf landesweiter Ebene Neuansteckungen mit der Krankheit durch großflächige medizinische Behandlung beseitigt werden konnten“, so Dr. Bjorn Thylefors, Direktor des MECTIZAN Donation Program Secretariat.
Die heutige Bekanntmachung des kolumbianischen Gesundheitsministeriums basiert auf einer epidemiologischen Studie, die vom kolumbianischen Onchozerkose-Programm und dem Onchozerkose-Eradikationsprogramm (Onchocerciasis Elimination Program of the Americas, OEPA) des Carter Centers durchgeführt wurde. Die Studie zeigte, dass die Anzahl der Neuansteckungen so stark verringert werden konnte, dass der Ansteckungskreislauf erfolgreich unterbrochen wurde. Das Programm schrieb die Erfolge einer halbjährlichen Behandlung mit Mectizan zu. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse empfahlen Experten des Programmkoordinierungsausschusses von OEPA eine Aussetzung der Behandlung mit Mectizan. Nach der Bekanntmachung durch das kolumbianische Gesundheitsministerium solle die Ausrottung von Onchozerkose nun durch die Weltgesundheitsorganisation WHO geprüft und bestätigt werden.
Weiterhin gaben heute Vertreter der Gesundheitsbehörden von Guatemala und Ecuador bekannt, dass die Behandlung mit Mectizan im Jahr 2008 in den Regionen Escuintla, Guatemala, und Rio Santiago, Ecuador, abgeschlossen wird.
Seit 1989 wurden in Lateinamerika nachweislich 7,5 Millionen Mectizan-Präparate durch Gemeindeschwestern und Nichtregierungsorganisationen verteilt. Entsprechende Behandlungsprogramme gibt es in Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Guatemala, Mexiko und Venezuela. Lions Clubs International Foundation unterhält im Rahmen dieses Programms in Lateinamerika enge Partnerschaften mit dem Carter Center, der Christian Blind Mission International, der Bill & Melinda Gates Foundation, der WHO/Pan American Health Organization und den Gesundheitsministerien der einzelnen Länder.
Bis heute wurden über 530 Millionen Onchozerkose-Präparate in mehr als 33 Ländern in Afrika, Lateinamerika und dem Jemen bereitgestellt. Das Programm erreicht mit seiner Onchozerkose-Behandlung jährlich über 69 Millionen Menschen.
Lions Clubs International Foundation unterstützt die Realisierung sehr umfangreicher Projekte, die Lions-Distrikte aus ihren eigenen Mitteln nicht finanzieren könnten. LCIF ist der karitative Arm von Lions Clubs International, der mit 1,3 Millionen Mitgliedern in 200 Ländern und Regionen weltweit größten Organisation für gemeinnützige Zwecke. Die Stiftung unterstützt Lions dabei, einen noch größeren Beitrag zum Wohl ihrer Gemeinden und der ganzen Welt zu leisten. In einer Studie der Financial Times zum Thema NGOs rangierte LCIF erst kürzlich auf Platz 1. Dank LCIF sind Lions in der Lage, Leiden und Schmerzen zu lindern und Menschen auf der ganzen Welt Hoffnung und Heilung zu bringen. Weitere Informationen finden Sie unter www.lcif.org.
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