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  Geschichte des LCIF-Programms „Opening Eyes” für die Special Olympics    
       
 

Die Anfänge von „Opening Eyes” reichen in das Jahr 1991 zurück, als Dr. Paul Berman, Vorstandsmitglied der Sports Vision Section der American Optometric Association und inzwischen hauptverantwortlicher klinischer Direktor von „Opening Eyes”, Teilnehmern der Sommerspiele der Special Olympics in Minnesota Sehtests anbot. Ehrenamtlich tätige Optiker stellten fest, dass ungefähr ein Drittel der Athleten Sehhilfen benötigten und bei 66 Prozent in den letzten drei Jahren kein Augentest durchgeführt wurde. Eine Diagnostizierung des Problems und entsprechende Verschreibungen reichten jedoch nicht aus; die Sportler benötigten korrektive Sehhilfen. Im Laufe der Sommerspiele führten Dr. Berman und seine Kollegen nicht nur Sehtests durch, sondern versorgten die Athleten auch mit Brillen, die von Augenärzten und Optikern gespendet wurden. Mit „Opening Eyes” erhielten Augenspezialisten aus der ganzen Welt Tausende von Gelegenheiten, kostenlose Sehtests für Zehntausende von Special Olympics-Athleten anzubieten.

Zuerst arbeitete Berman mit der Sports Vision Section (SVS) der American Optometric Association (AOA) zusammen (Berman ist ein ehemaliger Vorsitzender von SVS) und baute dann das Special Olympics-Programm „Opening Eyes” auf. Die Sports Vision Section der AOA ist eine Gruppe aus über 500 Optikern in den ganzen USA, die Sehtests für Athleten auf Veranstaltungen, wie das US Olympics Festival, das Olympics Sports Festival und die Junior Olympics, organisieren.

Die ersten in Zusammenarbeit mit Special Olympics durchgeführten Tests fanden bei den internationalen Sommerspielen 1991 in Minneapolis, Minnesota (USA), statt. Bei dieser Veranstaltung wurden 370 Athleten untersucht. Athleten, die den Test nicht bestanden oder eine Nachbehandlung benötigten, wurden an ihre örtlichen Augenmediziner überwiesen. Im Laufe dieser ersten Tests wurde der große Mangel an guter augenmedizinischer Betreuung für Special Olympics-Athleten deutlich.

Die internationalen Sommerspiele 1995 in Connecticut stellten einen Wendepunkt für das Opening Eyes-Programm dar. Statt den Athleten nur eine Zusammenfassung der Testergebnisse und die Empfehlung weiterer Behandlung mit auf den Weg zu geben, wurde die notwendige Behandlung direkt vor Ort durchgeführt. Das Programm wurde erweitert und umfasst nun nicht nur einfache Untersuchungen, sondern auch genaue Sehschärfetests (zur Ermittlung der Brillenstärke) und die Bereitstellung entsprechender Sehhilfen. Insgesamt wurden 905 Athleten untersucht, und 400 Brillen wurden kostenfrei verteilt.

Diese Erfahrung bei den Spielen 1995 hat die ärztliche Betreuung erheblich verbessert und die Einstellung der Ärzte und Studenten, die ehrenamtlich bei den Sehtests tätig waren, für immer verändert.

Am Ende des Jahres 1997 übernahm Special Olympics Incorporated das Sehtestprogramm in seine Unternehmensstruktur. Das Programm hatte damals den Titel „Special Olympics Opening Eyes Vision Health Program”. Es wurde ein wichtiger Bestandteil der Special Olympics Healthy Athletes Initiative. Dank der Spende der Lions Clubs International Foundation im Jahr 2000 konnte die Opening Eyes-Initiative von Special Olympics international ausgeweitet werden, und das Programm ist seither weltweit unter dem Namen „Special Olympics-Lions Clubs International Opening Eyes” bekannt.

2002 wurde Special Olympics für den Erfolg von Opening Eyes auf dem Weltweiten Tag der Sehkraft gewürdigt. An diesem Tag kamen Führungspersönlichkeiten aus Regierungs-, Berufs- und Freiwilligenorganisationen in Washington, D.C. (USA), zusammen, um auf die Dringlichkeit vermeidbarer Blindheit in der Welt und die Bedeutung der Sehkraft und ihrer Erhaltung aufmerksam zu machen sowie wirksame Programme und Partnerschaften für den Kampf gegen vermeidbare Blindheit zu entwickeln.

Die langjährige Partnerschaft zwischen Lions und Special Olympics ist auch ein wichtiges Thema auf dem 90. jährlichen Lions Clubs International-Kongress.

 

 
 
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