| Das SightFirst-Programm
Das Ziel des SightFirst-Programms besteht darin, vermeidbare und heilbare Erblindungskrankheiten weltweit in erheblichem Maße zu verringern. Das Hauptaugenmerk liegt dabei insbesondere auf den Entwicklungsländern, da dort 90 % der vermeidbaren Erblindungskrankheiten auftreten. SightFirst-Zuschüsse werden für Projekte eingesetzt, die (1) zu einer erheblichen und messbaren Verringerung von Erblindungskrankheiten in einer bestimmten Region führen, (2) die am häufigsten auftretenden Erblindungskrankheiten bekämpfen und/oder für die Bereitstellung wichtiger und bisher nicht angebotener Augenuntersuchungen auf regionaler und nationaler Ebene sorgen sowie (3) kosteneffektive und nachhaltige Strategien anwenden.
Wie bekämpft das SightFirst-Programm Erblindungskrankheiten weltweit?
In der Regel konzentrieren sich SightFirst-Projekte auf infrastrukturelle Verbesserungen im Bereich der Augenfürsorge, auf die Schulung von Augenspezialisten und anderem medizinischen Personal für Augenkrankheiten sowie auf Maßnahmen gegen die am häufigsten auftretenden Erblindungskrankheiten im Rahmen groß angelegter Behandlungsoffensiven.
Wie hilft SightFirst entwickelten Ländern?
In entwickelten Ländern nimmt Lions am Lions-Augengesundheitsprogramm (Lions Eye Health Program, LEHP) teil. LEHP ist ein in Gemeinden angesiedeltes Bildungsprogramm für Augengesundheit, das Lions dabei unterstützt, Menschen mit dem erhöhten Risiko einer Glaukomerkrankung oder einer diabetischen Augenerkrankung zu vermitteln, wie wichtig eine Untersuchung mit Pupillenerweiterung ist. Gesamtdistrikte in den USA, in Japan, Großbritannien und Irland, Kanada, Australien, der Türkei, Neuseeland und auf den Fidschi-Inseln haben bereits am Lions-Augengesundheitsprogramm teilgenommen.
Wer kann einen LCIF-Zuschuss beantragen?
Die Lions-Distrikte entwickeln zusammen mit ihren regionalen technischen SightFirst-Beratern Antragsformulare für SightFirst-Zuschüsse sowie Projektvorschläge. Die ausgefüllten Antragsformulare müssen vom technischen Berater, vom SightFirst-Beauftragten des Distrikts/Gesamtdistrikts sowie vom Distrikt-Governor (oder Governorratsvorsitzenden, wenn der Antrag vom Gesamtdistrikt gestellt wird) unterzeichnet und zertifiziert werden.
Was ist der Unterschied zwischen einem SightFirst-Projekt und einem sehkraftbezogenen Projekt?
SightFirst-Projekte, für die LCIF SightFirst-Zuschüsse bewilligt werden, konzentrieren sich auf die Hauptursachen von Erblindungskrankheiten und sind auf die nationale oder regionale Ebene ausgerichtet. Diese Projekte wenden sich an Personen, die zu wenig versorgt werden oder nur begrenzten bzw. gar keinen Zugang zu Leistungen der Augenfürsorge haben.
Im Mittelpunkt sehkraftbezogener Projekte stehen die Bedürfnisse auf Gemeindeebene. Für diese Projekte, z. B. den Kauf von Ausrüstung für eine Augenklinik, kann ein LCIF-Standardzuschuss bewilligt werden.
Wer gehört dem SightFirst-Beratungsausschuss (SightFirst Advisory Committee, SAC) an?
Der SAC besteht aus Lions-Führungskräften und internationalen Experten für die Blindheitsvorsorge. Der Ausschuss prüft und genehmigt LCIF SightFirst-Zuschüsse für Projekte. Der SAC ist bei allen Projekten dem LCIF-Treuhändervorstand rechenschaftspflichtig.
Wann tagt der SightFirst-Beratungsausschuss?
Der Ausschuss trifft sich drei Mal pro Jahr anlässlich der Tagungen des Lions Clubs International-Exekutivausschusses im Januar, Mai und August. Wenn Sie genaue Termine erfahren möchten, wenden Sie sich an die zuständige LCIF-Abteilung.
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